Die Einstellungen der Textansicht wurden gespeichert.

Sie bleiben auf diesem Rechner und in diesem Browser als Standardeinstellungen gültig, bis Sie sie mit anderen Einstellungen überschreiben.
›Got grüß dich, frauwe ob allen frauwen, ich bin wunt‹ (k 22 23 24 25 26)Drucker

Kommentar

Überlieferung: k überliefert ein fünfstrophiges Bar, das sich aus zwei in C unter Reinmar von Brennenberg überlieferten Strophen (C Brenn 11 und C Brenn 16), dem Abgesang von C Brenn 13 sowie drei weiteren, vermutlich späteren Strophen im Hofton zusammensetzt. Damit gehört k einer Reihe von Textzeugen an, die unterschiedliche Barbildungen aus den in C überlieferten und weiteren Hofton-Strophen bewahren (vgl. jeweils die Kommentare zu den Strophen C Brenn 11–19). Wie N Namenl 16–19 (I) überliefert k (III) dabei C Brenn 16 mit dem Abgesang (V. 9–11) von C Brenn 13.

Form: Tonkommentar

Inhalt: Das Bar setzt mit einem preisenden Liebesgruß (vgl. Baldzuhn, S. 384) ein, der mit der Bitte um den Gruß der Dame endet (I). Es folgen zwei Preisstrophen, die auch in C überliefert sind (s. Kommentar C Brenn 11 und Kommentar C Brenn 16 sowie C Brenn 13) und die Dame nicht mehr direkt adressieren. Ohne Überleitung von der Freude des Ich über die Dame und seinen Dienst (III,5–12; auch das betwungen-Werden in III,4 ist hier, anders als in den Parallelstrophen, ›angenehm, sanft‹) meint es in Str. IV wegen der Dame zu sterben (IV,2.5.9.12), nimmt Abschied von ihr, befiehlt sie Gottes Obhut an und hofft auf ein Wiedersehen nach dem Tod. In leicht variierter Form wird dies in der Schlussstrophe wiederholt und zugespitzt, indem das Ich seinen Tod als Zerbrechen des Herzens darstellt (V,8) und die Umstehenden am Hof (V,1) sowie Gott (V,10f.) als Zeugen seines Schwurs anruft, dass es sich niemals mit der Dame versündigt habe (V,11). Baldzuhn, S. 384, nimmt ursprüngliche Selbständigkeit auch für die Strophen IV und V an, Sappler, S. 311 dagegen, der eine Ballade im Königsteiner Liederbuch (Nr. 68) mit ähnlichen Strophen als primär erachtet, sieht in ihnen eine Umdeutung von Balladen- zu minneliedhaften Einzelstrophen.

Sophie Marshall

 k Brenn/HofT 22 = RSM ¹ReiBr/507aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 674ra
Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Zum Strophenende blättern Bild schließen
 I
 k Brenn/HofT 23 = KLD 44 IV 1, RSM ¹ReiBr/507aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 674rb
Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Zum Strophenende blättern Bild schließen
 II
 k Brenn/HofT 24 = KLD 44 IV 6, RSM ¹ReiBr/507aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 674va
Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
 III
 k Brenn/HofT 25 = RSM ¹ReiBr/507aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 674va
Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Zum Strophenende blättern Bild schließen
 IV
 k Brenn/HofT 26 = RSM ¹ReiBr/507aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 674vb
Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Zum Strophenende blättern Bild schließen
 V
Vignette