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›Ich lag eins nachtz in slaffes gier‹ (k KonrW/Aspis 16–22) Lied vorDruckerTEI Icon

Kommentar

Überlieferung: Das sieben­stro­phige Bar ist die vierte Texteinheit innerhalb des Tonkorpus in k. Die ersten beiden Strophen, k KonrW/Aspis 16f., sind unikal in k erhalten. Die dritte und die vierte, k KonrW/Aspis 18f., gehen auf die altüberlieferten Strophen C 73 und C 74 zurück. Die letzten drei Strophen, k KonrW/Aspis 20–22, entsprechen, mit vertauschten Abgesängen in den beiden letzten Strophen, jenem drei­stro­phigen Bar, welches das Tonkorpus eröffnet (vgl. Baldzuhn, S. 233f. und Brunner, IV, S. 187 [¹KonrW/5/500a]). Das Bar ist im Handschriftenregister von k (fol. 9v) als zusammengehörige Texteinheit angelegt und durch die Initialengestaltung auch als eine solche ausgezeichnet; inhaltlich (s. u.) sind die Strophen hingegen nur lose gekoppelt, weshalb Bartsch, S. 454f., k KonrW/Aspis 16f. als eigenständigen Text ediert (vgl. Baldzuhn, S. 233, Anm. 111).

Form: (.)4a (.)3-b (.)4-b (.)3c (.)4c (.)4d / (.)4a (.)3-b (.)4-b (.)3c (.)4c (.)4d // (.)3-e 1-e+3f / (.)4f (.)3-g (.)4-g (.)3f (.)4f (.)4f,
Tonkommentar

Inhalt: In Str. I berichtet der Sprecher von einem Traum, in dem er einen Baum gesehen habe, auf dessen zwölf Ästen sich 52 Nester mit je sieben Vögeln befunden hätten. Die Strophe schließt mit der Aufforderung zur Auslegung. Diese liefert Str. II: Der Baum stehe für das Jahr (mit seinen zwölf Monaten bzw. 52 Wochen, vgl. zum Jahresbaumrätsel Aarne, I, S. 74–178 und Loewenthal, S. 118f., 131f.). Die sieben Vögel werden jedoch nicht, wie zu erwarten, auf die sieben Tage der Woche bezogen, sondern auf die Menschen, die (der Text ist hier nur schwer verständlich) in ihrem Leben (oder in der Zeit?) ›festklebten‹ wie die Vögel in ihren Nestern. Damit ist eine, wenn auch recht lose, Überleitung zu den beiden folgenden Strophen geschaffen, die grundlegende anthropologische Fakten – kein Mensch gleiche dem anderen, keiner sei unfehlbar – thematisieren (vgl. die Kommentare zu C KonrW 73 und C KonrW 74). Die Strn. V–VII weisen einen engeren Zusammenhang auf (dazu Baldzuhn, S. 234): In ihnen geißelt der Sprecher die Hauptsünde der hoffart (k V,1), die alle, die ihr anhiengen, wie Luzifer auf ewig in die Hölle stürzen lasse.

Stephanie Seidl

 k KonrW/Aspis 16 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 508rb
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 I
 
 k KonrW/Aspis 17 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 508rb
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 II
 
 k KonrW/Aspis 18 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 508va
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 III
 
 k KonrW/Aspis 19 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 508va
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 IV
 
 k KonrW/Aspis 20 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 508vb
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 V
 
 k KonrW/Aspis 21 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 509ra
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 VI
 
 k KonrW/Aspis 22 = RSM ¹KonrW/5/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 509ra
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 VII
 
 
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