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›Wie gern ich mit den vogeln sunge frolich an dem morgen‹ (k KonrW/HofT 12–18) Lied zurückLied vorDruckerTEI Icon

Kommentar

Überlieferung: Das sieben­strophige Bar ist die vierte Texteinheit innerhalb des Tonkorpus in k; es enthält drei altüberlieferte Strophen, unter ihnen das Strophenpaar C KonrW 111f. et al., dessen Abfolge gegenüber C jedoch umgekehrt und durch die Einfügung von J KonrW 9 gesperrt wurde (dazu Baldzuhn, S. 243).

Form: .7-a .7-a (.)3-a+.4b / .7-c .7-c (.)3-c+.4b // (.)8(7)d (.)4d+.3-e / .7-e .7-e (.)3-e+.4b,
Tonkommentar.

Str. I greift im ersten Stollen die Reimwörter des zweiten Stollens der dritten (altüberlieferten) Strophe auf – damit »richtet sich der erste Spruch also sehr gezielt an schon Vorhandenem aus« (Baldzuhn, S. 243).

Inhalt: Bilderreiche ›memento mori‹- und Sündenklage: Str. I thematisiert drei Sorgen des Sprecher-Ichs: Es erkennt sich 1. als vergänglich, kann 2. dem Tod auch nicht entwichen (k I,6), auf den es sich 3. auch unvorbereitet sieht (weil sündhaft). Str. II–IV konkretisieren diese Sorgen näher, indem sie von der Vergeudung der Lebenszeit, der menschlichen Ignoranz gegenüber der eigenen Vergänglichkeit und von einer möglichen Höllenstrafe berichten (vgl. die Kommentare zu C KonrW 111f. et al. und zu J KonrW 9). Die folgenden drei Strophen liefern eine eindringliche Beschreibung der menschlichen Sündhaftigkeit und beklagen diese: Beim Jüngsten Gericht müsse sich der sündige Mensch vor dem Weltenrichter Christus verantworten, der ihm die Marterwerkzeuge und seine Stigmata präsentiert und den Sünder dabei verflucht (Str. V). Str. VI greift die wörtliche Rede Christi auf und setzt dem scharpfen wort (k VI,1) Gottes eine Fürbitte an Maria entgegen (hier findet sich ein loser Bezug zu C KonrW 96, die Eingang in das folgende Bar k KonrW/HofT 1923 gefunden hat). Str. VII, die die Eingangsformel Mich wundert aus J KonrW 9 aufgreift, ruft den Sünder zur Verehrung Gottes und zu Beichte und Buße auf; dadurch könne er dem Teufel, der hier in Gestalt einen griffen (k VII,7) auftritt, entkommen und schließlich doch ewig freud (k VII,11) erlangen.

Stephanie Seidl

 k KonrW/HofT 12 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 532vb
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 I
 
 k KonrW/HofT 13 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 532vb
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 II
 
 k KonrW/HofT 14 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 533ra
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 III
 
 k KonrW/HofT 15 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 533rb
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 IV
 
 k KonrW/HofT 16 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 533rb
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 V
 
 k KonrW/HofT 17 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 533va
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 VI
 
 k KonrW/HofT 18 = RSM ¹KonrW/7/503aZitieren
Digitalisat
Kolmarer Liederhandschrift (München, BSB, Cgm 4997), fol. 533vb
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 VII
 
 
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