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Walther von Mezze, ›Sich vreut meneger ingegen der wunneclichen zit‹ (A 5 6)Lied zurückLied vorDrucker

Kommentar

Die Kanzonenstrophe des in A und C ohne nennenswerte Unterschiede im Mezze-Korpus überlieferten Liedes kadenziert durchwegs männlich, das Reimschema ist einfach. Auftakt und Hebungszahl des Abgesangs scheinen klar geregelt, während die Verhältnisse im Aufgesang bunt sind:

6a 4/5b / .6/5a 5b // .4c .4c .4d .4d

Das Lied inszeniert die Freudlosigkeit des Ichs, die ihm die Geliebte einträgt. Alle Frühlingsfreuden vermögen ihn nicht aufzuheitern, am Ende steht doch leise Hoffnung. Die Absolutheit seiner Liebe nimmt Schaden dadurch, dass ihm nicht nur diese Eine, sondern auch der Kontakt zu anderen Frauen trûren gebracht habe (II,3–5). Von Kraus, S. 617 notiert mit Recht, dass der Satz »eine schlechte Empfehlung des Dichters bei seiner Dame« sei, und bessert entsprechend.

Florian Kragl

 A Mezze 5 = KLD 62 V 1Zitieren
Digitalisat
Kleine Heidelberger Liederhandschrift (Heidelberg, UB, cpg 357), fol. 31v
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 A Mezze 6 = KLD 62 V 2Zitieren
Digitalisat
Kleine Heidelberger Liederhandschrift (Heidelberg, UB, cpg 357), fol. 31v
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