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Heinrich von Morungen, ›Min herze, ir schoͤne unde du̍ Minne des habent gesworn‹ (C 50)Lied zurückDrucker

Kommentar

Überlieferung: Unter Heinrich von Morungen führt C, unter Dietmar von Aist B dieses einstrophige Lied, dem in der Überlieferung in C und B das gleiche Lied (B Dietm 17f. / C Mor 46-49) vorausgeht. Morungens Autorschaft ist unbestritten (vgl. Rathke, S. 72f., und C Dietm 17 et al.).

Form: .6a 7b / .6a 7b // 7b .6a 3a 5b

Inhalt: Die Liebesklage stellt die Motive der Verschwörung und des geteilten Leids in den Mittelpunkt, die beide auch in der romanischen Lyrik begegnen. Die Vorstellung vom geteilten Leid findet sich bei Folquet de Marselha und Pons de Capduelh (vgl. Michel, S. 257f.), außerdem im Minnesang bei Walther von der Vogelweide (vgl. B Wa 85 et al.). Im vorliegenden Lied wird das Motiv vom geteilten Leid (V. 4) durch das Wort vrouwen anstelle des zu erwartenden vröuden in V. 2 (uf miner vrouwen tot) vorweggenommen. Hinsichtlich des Verschwörungsmotivs weist Kasten auf inhaltliche Parallelen hin zu ›Va vos soplei en cui ai mes m`entensa‹ (vgl. Kjellman) von Raimon Jordan, die »Dreizahl in der Allegorisirung« (Michel, S. 256) begegnet wieder bei Arnaut de Mareuil.

Simone Leidinger

 C Mor 50 = MF 134,6Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 79ra
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