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Heinrich von der Mure, ›Herze, du bist ane sinn‹ (C 8 9) Lied zurückDruckerTEI Icon

Kommentar

Überlieferung: in C sowohl unter Buchein (hier anschließend Freiraum für eine weitere Strophe) als auch Heinrich von der Mure.

Form: .4a .4b .7c / .4a .4b .7c / .7d .7d .7d

I,1–3 und I,8f. sind ohne Auftakt, in C Mure 8f. gilt dies auch für I,4 und II,7. I,7 ist dort außerdem achthebig.

Inhalt: Das personifizierte Herz und die Augen des Ichs, die der Macht der Geliebten erlegen sind, stehen im Mittelpunkt dieser Minnereflexion.

Auffällig in Str. I ist die Aufgliederung des Ichs: Im Aufgesang wendet sich das Ich an das personifizierte Herz und rät ihm, nicht vorschnell alles zu begehren, was die Augen sehen, während es im Abgesang betont, dass oͮgen, herze und lib (C Buch I,8) unter dem Zwang der Geliebten stünden. In Str. II wird das Sehen wieder aufgegriffen, wenn das Ich den vil minneklichen schin (C Buch II,2) der Geliebten betont (das sehe in I,1 kann dabei sowohl als Indikativ als auch als Konjunktiv aufgefasst werden) und entweder meint, sie – unter Buchein – lieber anzuschauen als einen engel (C Buch II,3), oder sie – unter Heinrich – in steigendem Maße als Engel anzusehen. Auch das personifizierte Herz begegnet wieder, das hier der Ablehnung der Geliebten mit beständiger Liebe entgegen steht.

Simone Leidinger

 C Mure 8 = KLD 22 IV 1Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 76rb
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 I
 
 C Mure 9 = KLD 22 IV 2Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 76rb
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 II
 
 
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