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›Eyn minnen dyef, der lieflich stilt‹ (N 13)Drucker

Kommentar

Minnespruch, der im J-Korpus des Wilden Alexander mit einem weiteren Minnespruch eine lose Einheit bildet. In J steht zuerst eine allegorisch verbrämte huote-Kritik: Jene Rose, die im dichten Hag weder Regen noch Sonne erfährt, droht zu verwelken. Darauf folgt mit Strophe II ein verschmitztes Wort- und Reimspiel um liebe und (minnen) diep (ähnlich etwa auch Rudolf von Ems, ›Alexander‹ 857–872), das auf eine diebische Gegenseitigkeit hinausläuft und insofern immerhin vage an die beschützte, aber begehrte Rose der ersten Strophe anschließt. Vgl. auch die thematisch verwandten Strophen J WAlex 25 und 26.

In N ist diese zweite Strophe stark entstellt. Die Umarbeitung rührt noch intensiver an die Grenzen des syntaktisch Möglichen als die J-Version, Metrum und Reim sind schwer greifbar, z. T. auch neu modelliert (z. B. Reim stelin : helin). Auffällig ist, dass in N im unmittelbaren Anschluss noch eine weitere Strophe steht, die sich dem liep-diep-Spiel widmet.

Der Umbruch der N-Edition orientiert sich an der der J-Version, um den Vergleich zu erleichtern.

Zu Überlieferung, Form und Musik siehe auch den Tonkommentar.

 N Namenl/91r 13 = KLD 1 II 11Zitieren
Digitalisat
Leipzig, Universitätsbibliothek, Rep. II 70a (Leihgabe Leipziger Stadtbibliothek), fol. 91ra
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