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Niune, ›Mich dunket niht so guͦtes noch so lobesam‹ (A 39) DruckerTEI Icon

Kommentar

Überlieferung: Alram von Gresten in C, Niune in A. Auffällig ist die Varianz der Strophenform. Ob A mit der Kürenberger-artigen Strophe das Ältere bietet und C zu Gunsten mehr oder minder regelmäßiger Langzeilen normiert, oder umgekehrt, ist nicht zu entscheiden.

Form: Metrisches Schema nach C:

.6a 7a .8b .7b

Metrisches Schema nach A:

.6a 7a .3x .6b .7b

Die Langzeilen sind metrisch sehr frei gestaltet, die Hebungszahlen sind nicht mehr als eine Annäherung, auch ob Auftakte anzusetzen sind oder nicht, ist für keinen Vers mit Sicherheit zu sagen. Die Varianz des Zeilenfalls bestätigt diese Flexibilität der Strophenform.

Langzeilen, metrische Unregelmäßigkeiten und der unreine (assonierende) Reim b rücken die Strophe in die Nähe jener gleichsam archaischen Stilschicht, die man traditionell ›donauländisch‹ nennt. Dazu kommt, dass die Strophenform in A (die Waise ist mit Reimpunkt markiert) weitgehend jener von C Kürn 1 und 2 et al. entspricht. MF/MT stärkt diesen Habitus, indem die Langzeilen zäsuriert werden.

Inhalt: Frauenstrophe. Die sommerliche Natur wird mit der Minne (C)/der Minne des Geliebten (A) parallelisiert, zugleich ist die (ersehnte) Gegenwart des Geliebten Bedingung für die positive Naturerfahrung.

Florian Kragl

 A Niune 39 (38) = MF 3,17Zitieren
Digitalisat
Kleine Heidelberger Liederhandschrift (Heidelberg, UB, cpg 357), fol. 23v
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