Die Einstellungen der Textansicht wurden gespeichert.

Sie bleiben auf diesem Rechner und in diesem Browser als Standardeinstellungen gültig, bis Sie sie mit anderen Einstellungen überschreiben.
Regenbogen, ›Ir pfaffen unde ir ritter, tribent von u̍ch nît‹ (C 1)Lied vorDrucker

Kommentar

Überlieferung: Die Einzelstrophe, die in C die Regenbogen-Sammlung eröffnet, rückt in k und in s1 an die letzte Stelle eines jeweils anonym überlieferten Dreierbars, dessen erste beide Strophen jeweils die Position tauschen.

Form: Tonkommentar

In C Reg 1 fehlt in V. 7 der Auftakt, in s1 Namenl 11 ist der Strophenbau ab V. 6 tief gehend gestört, in der Folgestrophe fehlt in V. 8, 9 und 12 jeweils der Auftakt, in der Schlusstrophe sind V. 1, 6 und 9 überfüllt.

Inhalt: Die ständedidaktische Strophe C 1 ruft Kleriker und Ritter zur Eintracht auf und begründet das über das Denkschema der ›drei Ordnungen‹. Diesem zufolge hat jeder Stand eine spezifische Aufgabe zu erfüllen: Die Bauern sorgen für die Nahrung, die Kleriker für das Seelenheil und die Ritter für die Sicherheit. Wenn jeder Stand das Seine tut, ist für das Gesamt der Gesellschaft gesorgt.

Die zwei Zusatzstrophen in k und s1 variieren dieses Denkmuster zur Begründung sozialer Ungleichheit.

Manuel Braun

 C Reg 1 = HMS II 126.1, RSM ¹Regb/1/1aZitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 381va
Logo DFG-ViewerBild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
Vignette