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Ulrich von Winterstetten, ›Sumerwunne ist hin gekeret‹ (C 52 53 54 55 56)Lied zurückLied vorDrucker

Überlieferung

C Wint 52 53 54 55 56

Kommentar

Überlieferung: unikal in C.

Form: Kanzone mit Refrain. Metrisches Schema:

4-a 3-b 4c / 4-a 3-b 4c // 5-d 5-d 3-d 4c //R 4e 2-f 2-f 2e

Die Verse alternieren überwiegend regelmäßig, im Übrigen wäre Alternation im Vortrag leicht herzustellen (vogel oder vog’lîn, I,4; gegen > gen/gein, III,10, V,8; tugend, IV,6; pfligt, IV,7). Reimresponsionen stärken den formalen Zusammenhalt (R,11. 14 zu IV,3. 6. 10, R,12. 13 zu III,2. 5, II,8. 9 zu V,1. 4, IV,7. 8 zu V,2. 5).

Das Metrum ist aufgrund der ständig wechselnden Verslängen im Vergleich zu anderen Liedern Ulrichs von Winterstetten auffallend unruhig. Dieser Unruhe vergleicht sich die Emphase des ›Liebesgeklingels‹ in Strophe III.

Inhalt: Die beiden zuletzt genannten formalen Auffälligkeiten lassen sich mit der inhaltlichen Aufgeregtheit der Minneklage verbinden, die, beim Allgemeinen ansetzend, immer konkreter und in ihren Forderungen immer drängender wird. Einem winterlichen Natureingang (I) geht in topischer Analogie die von der Minne verschuldete Freudlosigkeit des singenden Ichs nach (II), die wiederum von dem polyvalenten Liebesspiel – die Liebe, die Geliebte, etwas Liebes – kontrastiert und zugleich mit einer Bitte an die vrouwe untermauert wird (III). Ein Frauenpreis begründet die Hingabe des Ichs (IV), die liedschließende Forderung nach genâde ist forsch im Modus einer latenten Anklage formuliert (V).

Florian Kragl

 C Wint 52 (46) = KLD 59 XII 1Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 90rb
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 I
 C Wint 53 (47) = KLD 59 XII 2Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 90rb
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 II
 C Wint 54 (48) = KLD 59 XII 3Zitieren
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Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 90rb
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 III
 C Wint 55 (49) = KLD 59 XII 4Zitieren
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Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 90rb
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 IV
 C Wint 56 (50) = KLD 59 XII 5Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 90va
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 V
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