Die Einstellungen der Textansicht wurden gespeichert.

Sie bleiben auf diesem Rechner und in diesem Browser als Standardeinstellungen gültig, bis Sie sie mit anderen Einstellungen überschreiben.
Ulrich von Winterstetten, ›Winter wil uns aber twingen‹ (C 138–142) Lied zurückLied vorDruckerTEI Icon

Überlieferung

C Wint 138–142

Kommentar

Überlieferung: unikal in C.

Form: Kanzone mit Refrain. Metrisches Schema:

4-a 4b / 4-a 4b // 4-c 4-c 4-c 4-c 4b //R 2d 2d 2d

Auf- und Abgesang sind mit Reimbindung verknüpft. Die Alternation ist fast ausnahmslos regelmäßig (mit sist, V,9); I,3 und V,2 wären mit KLD zu bessern. In KLD sind V. 11f. mit Binnenreim zusammengezogen.

Inhalt: Minneklage. Die Tristesse des Winters (Natureingang; I) wird noch übertroffen von der schlimmen Not, die das Ich im Minne-verschuldeten Dienst für eine Frau erfährt (II). Reflexionen über ihren Blick (III) folgt eine Anklage gegen die Minne (IV), schließlich bekennt sich das Ich – was der Refrain längst vorweggenommen hat – zum Dienst, namentlich die tugendvolle Frau zu preisen, wohin es auch gerät (V). Auffällig sind einige übers Lied verstreute inhaltliche Kontrasteffekte; darunter die sehr konkret gedachte Hoffnung auf Erlösung vom Leid (der rote Mund; II); das ambivalente Spiel mit ihrem Blick (der im doppelten Sinne verwundet und beim Abschweifen 1000fache Kränkung provoziert; III); der Vorwurf, die Frau sei zu vornehm, wiewohl sie über alle Tugenden verfügt; schließlich, wenn man diese Paradoxie lösen möchte, die unklare Referenz der tugenden: es könnten auch jene des Dienstleistenden sein (beides V). Diese Irritationen möchten freilich schlicht Effekte einer wenig achtsamen Kombination topischer Motive sein.

Florian Kragl

 C Wint 138 (131) = KLD 59 XXXIV 1Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 94rb
Logo DFG-Viewer Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
 I
 
 C Wint 139 (132) = KLD 59 XXXIV 2Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 94rb
Logo DFG-Viewer Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
 II
 
 C Wint 140 (133) = KLD 59 XXXIV 3Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 94rb
Logo DFG-Viewer Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
 III
 
 C Wint 141 (134) = KLD 59 XXXIV 4Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 94rb
Logo DFG-Viewer Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
 IV
 
 C Wint 142 (135) = KLD 59 XXXIV 5Zitieren
Digitalisat
Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 94rb
Logo DFG-Viewer Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Bild schließen
 V
 
 
Vignette