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Burkhard von Hohenfels, Du̍ vil selderiche machet
C Burk 22
IC Burk 22 = KLD 6 VI 1
C Burk 23
IIC Burk 23 = KLD 6 VI 2
C Burk 24
IIIC Burk 24 = KLD 6 VI 3
C Burk 25
IVC Burk 25 = KLD 6 VI 4
C Burk 26
VC Burk 26 = KLD 6 VI 5

Kommentar

Überlieferung: Das Lied ist unikal in Handschrift C überliefert.

Form: Gleichmäßig vierhebige Stollenstrophe. 4-a 4-a 4b / 4-c 4-c 4b // 4-d 4e 4-d 4-d 4e.

Inhalt: Minneklage. Das Lied thematisiert Kummer und Schmerz (I, V), die durch unerwiderte Minne entstehen. Diesen negativen Folgen der Minne steht die Hoffnung des Mannes auf die Freude auslösende Gnade der vrouwe (III), auf ihre Zuwendung (IV) und ihren Trost (V) gegenüber. Das Lied setzt sich von den anderen Minneklagen Burkhards dadurch ab, dass es vergleichsweise arm an Metapern, aber reich an rhetorischer Argumentationskunst ist (bes. deutlich in III; vgl. Kuhn, S. 30f.). Nur Strophe II weist allegorisierende Metaphorik auf, welche die vrouwe als Gärtnerin ihres eigenen Herzens und muotes zeigt. In den letzten Strophen wird die Minne als Personifikation angerufen: sie soll die Frau lehren, die Minne zu lieben (IV) und dem Ich Trost zu schenken (V). Das metrisch-rhythmische Gleichmaß des Liedes harmoniert mit der Eleganz der Sprach- und Klangkunst, die durch argumentative antithetische Verschlingungen (vgl. Kuhn, S. 30) und diese unterstützende rhetorische Figuren sowie Wort- und Reimresponsionen bestimmt ist (vgl. von Kraus, S. 40).

Markus Stock

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