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Der Kanzler, So wol dir, hohgeloptes adel
C Kanz 58
 C Kanz 58 = KLD 28 XVI 1; RSM ¹Kanzl/5/1a

Kommentar

Überlieferung: Die Sang­spruchstrophe ist fragmentarisch und nur mehr schwer lesbar in der Basler Rolle tradiert; vollständig überliefert ist sie im Kanzler-Korpus von C – dort ist sie die erste der Strophen im Hofton I.

Form: .4a .4b .4c .3d / .4a .4b .4c .3d // .4e .5-f .4e .5-f / .4g .5-h .4g .5-h,
Tonkommentar

Inhalt: »Begriffslobstrophe« (Hübner, S. 285) auf den rühmenswerten adel, der in V. 1 direkt angesprochen und dessen Tugendhaftigkeit im Folgenden anhand von Metaphern (im Aufgesang) und einer Allegorie (im Abgesang) sprachlich dicht zur Darstellung kommt. Das ab V. 9 verwendete allegorische Bild des Baumes findet sich auch in Fürstenpreisstrophen Bruder Wernhers und Friedrichs von Sonnenburg (vgl. Hübner, S. 285), der Kanzler füllt es mit einer für ihn typischen »gleichsam lexikalisch[en]« (Zach, S. 91) Aufzählung adeliger Tugenden. Die du-Anapher der Vv. 4, 5 und (C) 7–9 aktualisiert wohl das »tu(-es)-Schema aus dem Marienpreis« (dazu Hübner, S. 285f., Zitat S. 285).

Stephanie Seidl

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