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Hiltbolt von Schwangau, Ich wil der lieben aber singen
C Hiltb 11
IC Hiltb 11 = KLD 24 X 1
C Hiltb 12
IIC Hiltb 12 = KLD 24 X 2
C Hiltb 13
IIIC Hiltb 13 = KLD 24 X 3

Kommentar

Überlieferung: Das in C überlieferte drei­stro­phige Lied dürfte in B dem Blattverlust zum Opfer gefallen sein.

Form:

Str. I u. II: 4-a 4b / 4-a 4b // .3-c .3d .3-c .3d //R 4e .4e

Str. III: 4-a 4b / 4-a 4b // 4-c 4d 4-c 4d //R 4e .4e

Kanzonenstrophe mit Refrain. In den ersten beiden Strophen beginnen die (viertaktigen) Verse des Aufgesangs stets abtaktig, die (dreitaktigen) Verse des Abgesangs dagegen stets auftaktig. Die dritte Strophe überträgt die metrischen Charakteristika des Aufgesangs (Viertaktigkeit und abtaktigen Beginn) auch auf den Abgesang, wodurch das Litaneiartige der Glücklichpreisung (s. u.) metrisch unterstrichen wird.

Inhalt: Als Tanzlied ist das Lied nicht nur durch die Erinnerung an eine Tanzsituation mit der Besungenen (Str. I,5f.), sondern vor allem auch durch den Refrain ausgewiesen, der in bester Neidhart-Manier die Frauen Elle und Else beim Tanz imaginiert (vgl. Mertens, S. 306). Die Besungene selbst bleibt ständisch undefiniert (unter die im Aufgesang von Str. II genannten Damen muss sie nicht zwangsläufig zu rechnen sein). Der Rest ist typischer Frauenpreis: In der Hoffnung, seiner Trauer werde abgeholfen, preist der Sänger die Schönheit (Str. I), die Tugendhaftigkeit und den Liebreiz der Besungenen, der er vollkommen ergeben sei (Str. II). Die letzte Strophe bringt eine litaneiartige, den metrischen Rahmen der Vorgänger­stro­phen sprengende Glücklichpreisung der Dame und des Zeitpunkts, da der Sänger ihrer ansichtig und durch sie gefesselt worden sei (Str. III).

Justin Vollmann

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