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Ulrich von Liechtenstein, Wol dir, sumer, diner suͤzen
L Liecht 160
IL Liecht 160 = KLD 58 XXXI 1
L Liecht 161
IIL Liecht 161 = KLD 58 XXXI 2
L Liecht 162
IIIL Liecht 162 = KLD 58 XXXI 3
L Liecht 163
IVL Liecht 163 = KLD 58 XXXI 4
L Liecht 164
VL Liecht 164 = KLD 58 XXXI 5

Kommentar

Überlieferung: C und L überliefern die fünf Strophen parallel.

Form: 4-a 4b / 4-a 4b // 2-c 4-c

V,6 besitzt einen Auftakt.

Inhalt: Freude und allgemeiner Frauenpreis werden in diesem Lied zusammengeschlossen. Es ist eines von drei allgemeinen Minneliedern Ulrichs. Im ›Frauendienst‹ begründet die Zwischenstellung zwischen erstem und zweitem Dienstverhältnis die allgemeine Ausrichtung (vgl. Hübner I, S. 320).

In I wird der Sommer angeredet und dafür gepriesen, dass er truren wol gebuͤssen kann (C I,3). Diese Sommerfreude ist in II als Naturbildlichkeit ausgestaltet. An den lop-Gesang der Vögel in II,5f. knüpft III an: Wie die Vögel singt nämlich auch das Ich, und zwar von guͦten wiben (C III,1). Sein Gesang wird dabei zum Medium, das die vröide über die wibes guͤte (C III,5) zusätzlich verstärkt. Stimmig folgt mit IV ein Frauenpreis, der in einem Lob der weiblichen hulde als alles guͦtes ubergulde gipfelt (C V,6). An diese »Überbietungsfigur mit säkularisierte[m] Reichston-Zitat« (Hübner I, S. 322) schließt mit weiteren Überbietungen die letzte Strophe an. Sie begründet den Frauenpreis letztlich, indem sie die Wirkung der Frauen thematisiert. Männern steht nämlich durch das Entgegenkommen der Dame der muͦt [...] geliche [...] / hoh der sunne (C V,4f.) – eine Überformung des Natureingangs in If.? – und ihre wunne ist ob aller wunne (C V,6).

Simone Leidinger

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