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So wol dem tag, der mir von erst ist worden chund
g₁ Namenl 32
Ig₁ Namenl 32 = KLD 44 IV 4; RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 33
IIg₁ Namenl 33 = RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 34
IIIg₁ Namenl 34 = RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 35
IVg₁ Namenl 35 = RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 36
Vg₁ Namenl 36 = RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 37
VIg₁ Namenl 37 = RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 38
VIIg₁ Namenl 38 = RSM ReiBr/524a
g₁ Namenl 39
VIIIg₁ Namenl 39 = RSM ReiBr/524a

Kommentar

Überlieferung: g1 stellt eine auf vier Verse gekürzte Variante der in C unter Reinmar von Brennenberg überlieferten Hofton-Strophe C Brenn 14 an den Anfang eines locker gefügten Strophenverbundes, der in seinen formal sehr unterschiedlichen acht Strophen noch weitere Teile von (wahrscheinlich späteren) Hofton-Strophen überliefert. Jene bilden in f1 Namenl 255–258, k Brenn/HofT 22–26, db1 Brenn/HofT 1–3 und db2 Brenn/HofT 4–6 Bare mit anderen Strophen des Tons (auch der C-Überlieferung). g1 kennt Str. I aber auch in vollständiger Hofton-Fassung (s. g1 Namenl 209f., dort verbunden mit C Brenn 11). Damit gehört g1 einer Reihe von Textzeugen an, die unterschiedliche Kombinationen der in C überlieferten und weiteren Hofton-Strophen bewahren (vgl. jeweils die Kommentare zu den Strophen C Brenn 11–19).

Form: Die gleiche Form weisen Str. IV und V auf (ähnlich sind I, III und VII gebaut): Sie entspricht einem einzelnen Hofton-Stollen (s. Tonkommentar), dem die ersten beiden Steg-Verse angeschlossen sind. Wegen des Ausfalls des zweiten Stollens und der zweiten Steghälfte fehlen die Reime. In den anderen Strophen finden sich starke Abweichungen.

Inhalt: Das Sehnsuchtsleid des schlaflosen Ich (s. Kommentar k Brenn/HofT 21) wird von zwei Preisstrophen umrahmt (I und III). In Str. IV wird das Thema Trennung und Tod des Ich eingeleitet, was in Str. V–VII in einer Gerichtssituation entfaltet wird, in der sich das Ich gegenüber den Anwesenden und vor Gott rechtfertigt: Es habe mit der Dame keinen sündigen Umgang gehabt. In der abschließenden Strophe beklagt die Dame (inquit-Formel, VIII,1) ihren herren und diener (VIII,13), der teuer für sie bezahlt habe (VIII,11); ihre Trauergesten implizieren Schönheitsbeschreibungen (V. 12: valbes har; V. 15: rosenvarber mund; V. 15: augen chlar).

Sophie Marshall

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