Die Einstellungen der Textansicht wurden gespeichert.

Sie bleiben auf diesem Rechner und in diesem Browser als Standardeinstellungen gültig, bis Sie sie mit anderen Einstellungen überschreiben.
Ulrich von Winterstetten, Nu ist der arge winter hie
C
C Wint 75 (69)
IC Wint 75 (69) = KLD 59 XVIII 1
[ini N|2|blau]#v i#st der arge wint#er hie·,
der #vns wil / betwinge#n aber leider·
die bl{#v^o|uo}me#n[[1 i¬bl#v^ome#n~i$ evtl. i¬e~i-Superskript]] #vn#d de#n / kl{e|ê}·.
{o|ô}w{e|ê}, der zer<<f{u^e|üe}rt #vns ie·
meien #s{i|î}n{u^i|iu} / wu#nne{k|c}l{i|î}che#n kleider·!
ich #sorge, wie'{s|z} erg{e|ê}·. /
wi{#s#s|zz}ent, #swer den wint#er lan{g|c}·
al#s{o|ô} m{#v^o|uo}{s|z} / v#ertr{i|î}ben·
{a|â}ne liebe#n #vmbevanc·,
wie ma{g|c} / der bel{i|î}be#n·,
#s{i|î}n fr{o^ei|öu}de w#erde[[2 i¬enwerde~i KLD]] kranc·?[[3 Negativ-exzipierend: ›ohne dass ...‹]]
#refr Liep ge-/dinge t{#v^o|uo}t mich geil#·,
ich gewi#nne heil#·. /
C Wint 76 (70)
IIC Wint 76 (70) = KLD 59 XVIII 2
[ini {O|Ô}|2|blau]w{e|ê}, lie{b|p}lich n{a|â}her #sm#v{k|c}#·,
{o|ô}w{e|ê}, mi#nne-/{k|c}l{i|î}che{s|z} #vmbev{a|â}he#n·
#vn#d {o|ô}w{e|ê}, g{u^e|üe}tlich / k#vs·!
{o|ô}w{e|ê}, herze{k|c}l{i|î}cher dru{k|c}·!
we#nne #sol / ich #sender den en{ph|pf}{a|â}he#n·?
#ioch[[2 i¬noch~i KLD]] #singe ich #vm-/be #sus·,[[3 i¬umbe sus~i Adv. ›nur um dies selbst, umsonst‹ (Le II, Sp. 1327).]]
doch gedinge ich, d#c ir m{u^o|uo}t·
#vn#d ir / w{i|î}{b|p}lich g{#v^e|üe}te·,
d{u^i|iu} mich fr{o^e|œ}lich #singe#n t{#v^o|uo}t·, /
h{o^e|œ}he m{i|î}n gem{#v^e|üe}te·:
#si i#st #s{o|ô} rehte g{#v^o|uo}t·.
#refr Liep / gedinge tuot mich [refr #etc#abbr·||geil#·, refr]
[refr ||ich gewi#nne heil#·. refr] /
C Wint 77 (71)
IIIC Wint 77 (71) = KLD 59 XVIII 3
[ini W|2|blau]er ge#sach ie fr{ow|ouw}e#n l{i|î}p·,
d#er ir lache#n al/#s{o|ô} wol gez{e|æ}me·
#vn#d ir vil w[sup e sup]rder gr{u^o|uo}[kl {#s|z} kl]·? /
e{s|z} i#st man{i|e}{g|c} #sch{o|œ}ne w{i|î}{b|p}·,
d{u^i|iu} doch niend#er / i#st al#s{o|ô} gen{e|æ}me·:
des man ir #spreche#n m{#v^o|uo}[kl {#s|z} kl]·. /
#swe#nne ir r{o|ô}#se<<r{o|ô}ter m#vnt·
#vn#d ir liehte#n {o^v|ou}-/ge#n<·>
bli{k|ck}ent i#n m{i|î}ns h#erzen grunt·
lache-/l{i|î}che_liche|_#n t{o^v|ou}ge#n·,
#s{o|ô} wirde ich wol ge#s#vnt#·. /
#refr Liep gedinge t{u^o|uo}t mich#· [refr #etc#abbr·||geil#·, refr]
[refr ||ich gewi#nne heil#·. refr] /
C Wint 78 (72)
IVC Wint 78 (72) = KLD 59 XVIII 4
[ini W|2|blau]ol dir, mi#nne{#n|}{k|c}l{i|î}ch{#v^i|iu} fruht·,
wol d_|i_r, d#v / h{a|â}#st fr{o^ei|öu}de<<r{i|î}ch gem{#v^e|üe}te·
#vn#d doch mit / reht#er #scham[exp e exp]·;
wol dir, d#v h{a|â}#st w{i|î}{b|p}lich zuh[ho t ho]·, /
wol dir, d#v h{a|â}#st {#v|û}{#s|z}erwelte g{#v^e|üe}te·
mit reh-/ter k{u^i|iu}#sche al#sam·;
wol dir, du bi#st {#v|û}{#s|z}er-/korn#·,
liep #vn<<wa#ndelb{#e|æ}re·;
wol dir, wa#n d#v bi#st / v#er_er| _zorn·[[3 i¬ver~i = i¬vür~i.]]
#vn#d f{u^i|ü}r #sende #sw{#e|æ}re·
an di#se w#erlt / erborn·!
#refr Liep gedi#nge· [refr ||t{#v^o|uo}t mich geil#·, refr]
[refr ||ich gewi#nne heil#·. refr] /
C Wint 79 (73)
VC Wint 79 (73) = KLD 59 XVIII 5
[ini W|2|blau]{e|ê}, war#vmbe t{#v^o|uo}t #si d#c·,
d#c #si mir d#c h#erze / niht enbindet·
von #sender arbeit·?
#sich#er/lich ir #st{u^e|üe}nde ba{s|z}·,
#s{i|î}t #si mich#· #s{o|ô} #sigel{o|ô}#sen / vindet·,
d#c #si m{i|î}n #send{u^i|iu} leit#·
{#v|û}f gen{a|â}de n{e^^|æ}-/me an #sich·,
doch i#n liebe#m tr{o|ô}#ste·,
al#s{o|ô} d#c d{u^i|iu} / g{#v^o|uo}te mich·
vo#n de#n bande#n lo^^#ste·:
#s{o|ô} lepte ich / wu#nne{k|c}lich·.
#refr Liep gedinge#· [refr ||t{#v^o|uo}t mich geil#·, refr]
[refr ||ich gewi#nne heil#·. refr] /

Kommentar

Überlieferung: unikal in C.

Form: Kanzone mit Refrain. Metrisches Schema:

4a 5-b .3c / 4a 5-b .3c // 4d 3-e 4d 3-e .3d //R 4f 3f

Die Verse alternieren streng regelmäßig (mit Nust, I,1), Ausnahme ist arbeit in V,3, das leicht zu arebeit zu bessern wäre. Auffällig sind die Rhythmuswechsel, die sich wegen der im Strophenverlauf variierenden Auftaktgestaltung und der metrisch sehr unterschiedlichen Füllung der Verse ergeben. Responsionen sind selten: I,2 zu V,6; I,9 zu II,2; II,8. 10 zu II,7. 11 bzw. IV,2. 5.

Inhalt: Minneklage. Der zerstörerische Winter (Natureingang) wird verschlimmert dadurch, dass das Ich keinen Trost durch eine Umarmung findet (I). Er hofft auf Linderung des Leides durch sie, die ihn singen macht (II) und die in einem Frauenpreis gefeiert wird (III und IV). Die liedschließende Wiederholung der Hoffnung auf genâde ist mit latenter (An-)Klage untermischt; der Refrain wiederum überstreicht das Lied mit einer zuversichtlichen Heiterkeit. Rhetorische Attraktion ist die anaphorische Struktur von Strophe IV.

Florian Kragl

▼ Drucken / PDF
Bitte reduzieren Sie zuvor die Anzahl der Spalten!
Formatwahl: