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›Als ich mich versinnen kan‹
B Namenl/91 49
IB Namenl/91 49 = MF 172,23
Überlieferung: Stuttgart, LB, HB XIII 1, pag. 96
B Namenl/91 50
IIB Namenl/91 50 = MF 172,30
Überlieferung: Stuttgart, LB, HB XIII 1, pag. 96
B Namenl/91 51
IIIB Namenl/91 51 = MF 172,37
Überlieferung: Stuttgart, LB, HB XIII 1, pag. 96

Kommentar

Überlieferung: Das Lied ist im Reinmar-Korpus in C sowie als Teil des ursprünglich namenlosen Abschnitts der Reinmar-Sammlung in B (s. Korpuskommentar zu B) überliefert.

Form: 4a 5b / 4a 5b // 4c 4c 5c

Es liegen siebenversige Stollen­stro­phen vor. Überfüllt sind B III,4; C III,5. Auftakt haben wohl I,2, II,1 und III,7. Der c-Reim von BC I wird im b-Reim von BC III aufgegriffen.

Inhalt: Welt- und Minneklage, in der das Ich seinen beständigen Dienst und sein andauerndes Leid mit dem Wankelmut der Welt verbindet.

Die erste Strophe bietet eine allgemeine Weltklage: Für niemanden entwickelt sich das Leben nach dem eigenen Willen. Sowohl Liebe als auch Leid sind vergänglich.

In der zweiten Strophe konzentriert sich die Klage auf den nicht wertgeschätzten Frauendienst, den das Ich im Abgesang als eigenen Dienst markiert. Aus ihm erwächst nur herzeleit (C II,4) ân froͤide (C II,7).

Die dritte Strophe setzt die Klage über den erfolglosen Dienst fort, welcher trotz beständiger Treue nicht belohnt wird. Die im ersten Vers personifizierte Stete (III,1) wird der individuellen Beständigkeit des Ichs gegenübergestellt. So ringt der Sprecher im Abgesang mit sich und der Frage, ob er den Dienst aufgeben soll, beschließt am Ende aber doch, sich dem spil (III,2.7) der Minne weiter auszuliefern (vgl. zu der Strophe auch Kellner, S. 308f.).

Sandra Hofert

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