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Rost, Kirchherr zu Sarnen, ›Hey, rôselechter munt‹
C Rost 4
IC Rost 4 = SMS 22 2 I
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 285va
C Rost 5
IIC Rost 5 = SMS 22 2 II
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 285va
C Rost 6
IIIC Rost 6 = SMS 22 2 III
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 285va

Kommentar

Überlieferung: Das drei­stro­phige Lied ist unikal in C im Korpus des Rost, Kirchherrn zu Sarnen, überliefert.

Form: .3a 4b / .3a 4b // 4-c 4-c .3a 4b

Es liegen achtversige Stollen­stro­phen vor, wobei der Abgesang die Reimklänge des Aufgesangs aufgreift. Der c-Reim in Str. III ist männlich. Die Enjambements verleihen dem Lied eine eigene Dynamik.

Inhalt: Minneklage.

Das Lied setzt ein mit einer Aufforderung an den rosenfarbigen Mund, den Sprecher zu erfrischen (I,2): Ohne ihn würde er lieber sterben als lebende verderben (I,6).

Er hofft darauf, dass seine roͮberin (II,2) ihm das Leid nehmen wird. Doch wann das sein wird, weiß er nicht (vgl. Str. II).

Sie kann ihm helfen oder ihn verderben. Den Mund aus Str. I aufgreifend beteuert der Sprecher: ein guͤtlich lachen (III,5) würde ihn erlösen (vgl. Str. III).

Sandra Hofert

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