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Walther von der Vogelweide, ›Got git ze ku̍nige, swen er wil‹
A als neue Leitversion
C Wa 366 (362 [378])
 C Wa 366 (362 [378]) = L 12,30; RSM ¹WaltV/3/6b
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 142ra
A Wa 83
 A Wa 83 = L 12,30; RSM ¹WaltV/3/6a
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 357, fol. 10r

Kommentar

Überlieferung: Die Spruchstrophe ist in A und C überliefert.

Form: .4a .4a .5-b / .4c .4c .5-b // .3-d .4e .5-f / .3-d .4e .5-f, siehe Tonkommentar.

Inhalt: Mahnung an die Geistlichen. Die Strophe setzt mit einem Zitat aus dem Buch Daniel ein (Dn 4,29 cuicumque voluerit, det illud [sc. regnum hominum]). Diesem folgend, wundert sich auch der Sprecher nicht darüber, wen Gott zum Herrscher macht. Im Wechsel vom ›Ich‹ zum ›Wir‹ (V. 3) zählt er sich zu den belogenen Laien, die sich über die Unterweisungen der Geistlichen wundern müssen: Einmal Gesagtes nehmen sie zurück. Der Sprecher fordert Klarheit anstelle der Widersprüche, die am Ende der Strophe als ›zwei Zungen in einem Mund‹ (V. 12) verbildlicht werden.

Sarah Hutterer

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