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Reinmar, ›Der ie kam an liebe stat‹
E Reinm 59 (271)
IE Reinm 59 (271) = MF/MT Reinm LXII,1
Überlieferung: München, UB, 2° Cod. ms. 731, fol. 183vb
E Reinm 60 (272)
IIE Reinm 60 (272) = MF/MT Reinm LXII,2
Überlieferung: München, UB, 2° Cod. ms. 731, fol. 183vb

Kommentar

Überlieferung: Die Strophen sind unikal in E unter her reymar überliefert. Die Handschrift präsentiert als Verbund mit E Reinm 57 58 ein vier­stro­phiges Lied (siehe sekundäre Liedeinheit).

Maurer, S. 98, äußert sich bezüglich der Zuschreibung an Reinmar nicht eindeutig; in MF/MT werden die Strophen unter ›Preudo-Reinmar‹ geführt.

Form: 4a .2b / 4a .2b // 3c .2d .4c 5d

Es liegen achtversige Stollen­stro­phen vor. Die beiden Strophen sind verbunden durch den gleichen a-Reim und durch die Strophenenden (I,8: min lip; II,8: min leben). Die Form der zweiten Strophe scheint verderbt: II,6.7 sind unterfüllt (vgl. Eingriff MF). In II,1 ist doppelter Auftakt anzunehmen, Auftakt zudem in I,5, kein Auftakt in II,2.

Inhalt: Minneklage.

Nach einem spruchartigen Einstieg mit Wendung an die Rezipienten (wer jemals Liebe erfahren hat, der möge sich hüten) thematisiert das Ich, wie es durch Liebe die eigene Freude beinahe ganz verloren hatte. Erinnert das Ich die Dame abschließend an etwas, was sie ihm einst geboten hatte (I,6–8), schließt hier Str. II mit der Hoffnung auf ihren Rat direkt an. Str. II ist geprägt von Dienstsemantik, während in I,3 die Schachbildlichkeit auffällt, die in einem Satz zur Hilfe durch Gott überleitet.

Sandra Hofert

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