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Hadlaub, Johannes, ›Was man wunnen hôrte unde sach, do voglin schal‹
C Hadl 24
I
IC Hadl 24 = SMS 30 3 I
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372rb
C Hadl 25
II
IIC Hadl 25 = SMS 30 3 II
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
C Hadl 26
III
IIIC Hadl 26 = SMS 30 3 III
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
C Hadl 27
IV
IVC Hadl 27 = SMS 30 3 IV
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
C Hadl 28
V
VC Hadl 28 = SMS 30 3 V
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
* * *
C Hadl 29
VI
VIC Hadl 29 = SMS 30 4 I
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
C Hadl 30
VII
VIIC Hadl 30 = SMS 30 4 II
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
C Hadl 31
VIII
VIIIC Hadl 31 = SMS 30 4 III
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372va
C Hadl 32
IX
IXC Hadl 32 = SMS 30 4 IV
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 372vb

Kommentar

Überlieferung: Das Lied ist unikal in C überliefert.

Form: 6a .2a+.2b / 6c .2c+.2b // .5d / 6e .2e+.2d

Kanzonenstrophe mit Steg und drittem Stollen. Manche Verse sind nur durch Tonbeugung realisierbar. Zusätzliche Auftakte finden sich in VIII,1 und IX,3. Nebenhebung ist für VII,1 (gètán) anzunehmen.

Das Lied ist baugleich mit C Hadl 8–20 und C Hadl 198–208.

Inhalt: Werbelied. Die ersten beiden Strophen stellen den unbeschwerten vergangenen Sommer, in dem Frauen ihre Schönheit zeigten (Str. I), dem Winter gegenüber, in dem sie aus Schutz vor der Kälte nichts von sich zeigen und im Haus bleiben (Str. II). Str. III betont, dass glücklich Liebende den Winter aufgrund der langen Nächte bevorzugen; dem Sänger-Ich ginge es ebenso, wenn die Dame ihre Gunst gewährte. Die Aufpasser hindern in Str. IV das Ich daran, öfter vor die Dame zu treten. Ihre Worte sind verletzend. Aber das Ich sendet der Dame sein Herz und seine Treue. In Str. V schließt sich eine Verfluchung der Aufpasser an. Str. VI–VIII umkreisen die Liebe der Dame zu einem Kind: Das Ich wäre gerne an dessen Stelle, da die Dame es mit Liebkosungen bedenkt. Es nimmt das Kind an sich und schenkt ihm seine Liebe. Abschließend erläutert es in Str. IX den Vorwurf anderer, die Liebe müsse sich bei ihm als Kranksein zeigen. Das Ich entgegnet, dass es lediglich die Hoffnung vor dem Tod bewahre.

SMS, Schiendorfer, Leppin u. a. edieren die Str. VI–IX als eigenständiges Lied. Die Hs. weist alle neun Strophen jedoch durch dieselbe Initialfarbe sowie dieselbe Form als zusammengehörig aus; zur inhaltlichen Kohärenz vgl. Fischer, S. 103–110, anders Leppin, S. 153.

Michael Lebzelter

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