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›Ich clage dir, zure winter calt‹
S Namenl/12vb 1
I
IS Namenl/12vb 1 = KLD 38 s 24RSM ¹
Überlieferung: Den Haag / 's-Gravenhage, Koninklijke Bibliotheek, Cod. 128 E 2 , fol. 12vb
S Namenl/12vb 2
II
IIS Namenl/12vb 2 = KLD 38 s 24²
Überlieferung: Den Haag / 's-Gravenhage, Koninklijke Bibliotheek, Cod. 128 E 2 , fol. 12vb
S Namenl/12vb 3
III
IIIS Namenl/12vb 3 = KLD 38 s 24³
Überlieferung: Den Haag / 's-Gravenhage, Koninklijke Bibliotheek, Cod. 128 E 2 , fol. 12vb

Kommentar

Überlieferung: Das drei­stro­phige Lied ist unikal in der ›Haager Liederhandschrift‹ überliefert.

Form: .4a .4a .4a .3-b / .4c .4c .4c .3-b

Unreiner b-Reim in II. Kein Auftakt in I,4; II,5–7; III,1.15.

Inhalt: Minneklage und Bitte an den Winter um Rache.

Der Sprecher klagt dem Winter sein Minneleid: Von Kindheit an hat er seiner Dame gedient (vgl. II,8), jetzt wird er im erfolglosen Dienst alt (vgl. I,3) und bittet sie vergeblich um die Erlaubnis zu gehen (vgl. III,5). Der Winter soll die Dame strafen: Die Vögel sollen aufhören zu singen (vgl. I,5f.), wie der Wind möchte der Sprecher der Dame ihre Farbe aus dem Gesicht wehen (vgl. II,1–5), die grüne Heide soll von ihr weichen (vgl. III,1f.). So soll der Winter seinen Zorn an der Dame zeigen. Statt einer Aussicht auf Erhörung stimmt den Sprecher nur der Gedanke an die Freudlosigkeit der Dame froh (vgl. I,7f.).

Sandra Hofert

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