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Leuthold von Seven, ›Diu vil minnecliche, die ich da meine‹ (A 34 35)Lied zurückLied vorDrucker

Kommentar

Überlieferung: Das zweistrophige Lied findet sich in C (Friedrich der Knecht) und in A (Leuthold von Seven). Beide stützen sich offenbar auf eine gemeinsame Vorlage *AC. Die Zuschreibung an Friedrich den Knecht erscheint als zuverlässiger, da die Leuthold-Sammlung in A zahlreiche Texte enthält, die sonst unter anderen Autoren geführt werden.

Form: 5-a 2b 3c / 5-a 2b 3c // 7-d 7-d 2e 3e

Folgt man den Reimpunkten in C, wären V. 2 und 3 zu einem Vers mit Binnenreim zusammenziehen (so auch KLD). Allerdings lässt sich der Ansatz von Binnenreimen an dieser Stelle kaum begründen, zumal die so gelesenen Verse einen Hebungsprall aufweisen. Unabhängig davon haben V. 5 und 6 in Str. I Hebungsprall, während in der A-Überlieferung V. 8 unterfüllt ist.

Inhalt: Das Lied realisiert das Thema der vergeblichen Werbung auf ausgefallene Weise: durch die genomische Aussage, nicht auf Stein zu schwören (I,4), sowie die Truismen, lieber lebendig als tot zu sein (I,7f.), im Wachsein nicht zu schlafen (II,7) und beim Lachen froh zu sein (II,8).

Manuel Braun

 A Leuth 34 = KLD 11 III 1Zitieren
Digitalisat
Kleine Heidelberger Liederhandschrift (Heidelberg, UB, cpg 357), fol. 38r
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 I
 A Leuth 35 = KLD 11 III 2Zitieren
Digitalisat
Kleine Heidelberger Liederhandschrift (Heidelberg, UB, cpg 357), fol. 38r
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 II
Vignette