Die Einstellungen der Textansicht wurden gespeichert.

Sie bleiben auf diesem Rechner und in diesem Browser als Standardeinstellungen gültig, bis Sie sie mit anderen Einstellungen überschreiben.
Heinrich von Rugge, ›Fru̍ndes komen were alles guͦt‹ (B 21) Lied zurückLied vorDruckerTEI Icon

Kommentar

Überlieferung: Die Strophe ist (mit minimalen Abweichungen im Textbestand) in C sowohl im Rugge- als auch im Reinmar-Korpus überliefert sowie im Rugge-Korpus in B. Von MF/MT wird sie mit C Rugge 1–3 et al. sowie C Rugge 4 et al. zu einem Wechsel zusammengefasst., allerdings mit der Strophenfolge C Rugge 1–3 et al., C Rugge 29 et al., C Rugge 4 et al. Liedzusammenhang, Strophenordnung sowie die Frage der Zuschreibung zu Reinmar oder Rugge wurden in der Forschung unterschiedlich bewerten (für eine Übersicht vgl. MF/MT im Apparat).

Form: 2a+.2b .4c .4d / .2a+.2b .4c 4d // .4e .4e .4b .4x .4b

Es liegt eine elfversige Stollenstrophe vor. Mit den Binnenreimen entspricht die Form der von C Rugge 3 et al., wobei der Abgesang hier, anders als dort, an den Aufgesang anreimt und keine Auftakte in V. 1 und 6 vorliegen.

Inhalt: Frauenstrophe.

Aufgrund der geschilderten Situation ist das Ich, trotz fehlendem pronominalen Hinweis, als weibliche Sprecherin zu identifizieren (vgl. dazu auch Köhler, S. 36): Sie drückt die Freude am Kommen ihres Geliebten aus; gleichzeitig befürchtet sie auch das damit verbundene Leid an der sich anschließenden Trennung. Aufgrund der konjunktivischen Formulierungen bewegt sich das Gesagte zwischen persönlicher Betroffenheit und Allgemeingültigkeit (vgl. auch V. 8 mit dem Verweis auf das, was wise lu̍te muͤssent jehen [C Reinm 206]).

Sandra Hofert

Kommentar veröffentlicht am 26.02.2022.
Gehört zur Anthologie: Frauenlied
 B Rugge 21 = MF 100,23Zitieren
Digitalisat
Weingartner Liederhandschrift (Stuttgart, LB, HB XIII 1), pag. 49
Logo DFG-Viewer Bild nach oben scrollen Bild nach unten scrollen Zum Strophenende blättern Bild schließen
 
 
Vignette