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Rudolf von Rotenburg, ›Das erste leit daz erste wib‹ (C 6) Lied zurückLied vorDruckerTEI Icon

Überlieferung

C Rotenb 6

Kommentar

Überlieferung: unikal in C. Die Zuschreibung an den Rotenburger ist, wohl wegen des geistlichen Gegenstands, strittig.

Form: Vgl. Leichschema.

Der formale Aufbau entspricht, abgesehen von einem fehlenden Binnenreim in den C-Versikeln und geringfügiger metrischer Variation in den Versikeln F und H, exakt jenem des ersten Leichs, siehe den dortigen Kommentar; eine Art »geistliche Kontrafaktur« (Apfelböck, S. 138). Der fehlende Binnenreim wäre evtl. für den ersten C-Doppelversikel qua Konjektur herzustellen (ruot[e] : beruot); für die übrigen ist er restlos verloren. Gelegentlich erscheint die Metrik nachlässig (V. 31, 65, 73, 129). Auffällig sind darüber hinaus die schwachtonigen Reime, evtl. bei Yesse (V. 26; in selber Reimposition allerdings auch bei Frauenlob), sicher bei lebin (V. 121).

Inhalt: Marienleich. Nach einem Einleitungsteil zu Eva und Erbsünde (A-Versikel) und der daraus resultierenden Verfallenheit der Welt vor Christi Geburt (B-Versikel) wird Maria als Zentrum des göttlichen Erlösungswerks präsentiert, auf das und auf die zahlreiche Zeichen hindeuten (C-Versikel und zweite B-Partie). Damit greift der Leich eine topische Genderlogik des Marienlobs auf (Maria und Eva), freilich ohne sie explizit zu machen. Mittelteil des Leichs ist ein Marienlob (ab der ersten D-Partie; V. 53) in der zweiten Person (also in Anredeform), das zusehends (besonders ab der F-Partie) selbstreflexiv dergestalt gerät, dass auch über das Marienloben (und seine Unmöglichkeit) nachgedacht wird. Das Finale des Leichs – auch dies topisch im mariologischen Kontext – bildet ein Gebet, das zuerst (ab V. 112) rezeptartig angekündigt, dann sogleich auch ausgeführt wird.

Florian Kragl

Kommentar veröffentlicht am 09.04.2021.
Gehört zur Anthologie: Leich
 C Rotenb 6 = KLD 49 Leich [VI]Zitieren
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Große Heidelberger Liederhandschrift, Codex Manesse (Heidelberg, UB, cpg 848), fol. 57va
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